09. September 2009 - Europameisterschaft 2009 im belgischen Zandvoorde
An den diesjährigen Europameisterschaften im Speedskating, die vom 29. Juli bis 08.
August im belgischen Zandvoorde stattfanden, nahmen auch unsere Dessauer
Vereinssportler Patrick Täubrecht in der Altersklasse der Aktiven, der 14-jährige Tim Gegner in
der AK Junioren B sowie Tims ältere Schwester Jana Gegner, die ja bekanntlich nach
Berlin gewechselt ist, teil.
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Patrick kam beim Marathon, der durch die Innenstadt von Oostende führte, zum Einsatz. Von Anfang
an wurde ein sehr hohes Tempo gelaufen; es gab viele Ausreißversuche. Patrick, einer der aktivsten
deutschen Nationalmannschaftsläufer, "stopfte" immer wieder die sich auftuenden Löcher, um seinen
Mannschaftskameraden eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Nach solch einem kräftezehrenden
Lückenzufahren wollte Patrick am Ende des Hauptfeldes kurz etwas ruhiger laufen.
Unglücklicherweise kollidierte er gerade zu diesem Zeitpunkt mit einem französischen Läufer und
wäre dadurch beinahe gestürzt. Deutlich an Geschwindigkeit verloren und dadurch in Rückstand
geraten, versuchte er wieder, das Hauptfeld zu erreichen. Das gelang leider nicht mehr, so dass
Patrick frustriert aufgab. Trotzdem eine tolle Leistung von Patrick!
Bereits zuvor hatte Tim Gegner in seinem letzten Rennen, dem 1000-Meter-Straßenrennen fast für
eine Sensation gesorgt! Seinen Vorlauf (Zeit 1.32.23 min) und sein Semifinale gewann er jeweils
als Erster und Zeitschnellster. Ihm gelang damit eindrucksvoll die Qualifikation für das Finale.
Schon allein das ist als großer Erfolg zu werten!
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Tim Gegner in Front in einem EM-Lauf.
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Weil es vor den Rennen geregnet hatte und deshalb erst später angefangen werden konnte, stand
für die 1000-Meter-Rennnen weniger Zeit als geplant zur Verfügung. Darunter hatte leider auch Tim
zu leiden. Zwischen seinem Semifinale und dem Finale hatte er nur ca 25 Minuten Zeit, sich zu
regenerieren. Das war deutlich zu wenig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass er den Lauf in seinem
Semi-Finale von vorne gelaufen war. So war Tim im Finale auch deutlich anzumerken, dass ihm etwas
die körperliche Frische fehlte. Mit Platz 4 bei 6 Finalteilnehmern gelang ihm aber letztendlich
ein tolles Ergebnis, auch wenn eine Medaille knapp verpasst wurde! Bei einer angemessenen
Erholungsphase zwischen Semi und Finale wäre ein Medaillengewinn sicherlich drin gewesen.
Auch zuvor hatte sich Tim in seinen Läufen in guter Verfassung gezeigt. Er wurde
auf der Bahn und auf der Straße auf den Langstrecken
(Punkte- und Ausscheidungsläufe) eingesetzt.
In allen Läufen gelang es ihm, sich relativ locker für die Finales zu qualifizieren.
Mit den Plätzen 8 und … gelangen ihm in den Finalrennen zwei Top-Ten-Platzierungen.
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Tim Gegner (2ter von links) am Start für Deutschland.
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Grund zur Freude gab es auch bei Tims älterer Schwester Jana Gegner. Gleich am ersten Tag gelang
ihr im 300-Meter-Einzelsprint (Zeit 27,… sek) auf der 200-Meter-Bahn von Zandvoorde mit dem Gewinn
der Bronzemedaille ein Ergebnis, welches ihr in der Aktivenklasse noch nie gelungen war. über
Jahre war sie in dieser Disziplin regelmäßig Vierte hinter dreimal Italien. In diesem Jahr gelang
es ihr nun, die Italienerin Contenti auf Platz 4 zu verweisen. Erste und Zweite wurden hier die
Italienerinnen Falcone und Zanetti.
Am letzten Tag der Bahnwettbewerbe hatte Jana nochmals Grund zum Jubeln. Mit ihren Teamläufern
Mareike Thum und Sabine Berg gewann sie Staffelgold!
Auch die anderen Ergebnisse von Jana unterstreichen ihre gute Form. Bei ihren Einsätzen über 500
und 1000 Metern erreichte sie Platzierungen von 4 – 6.
Ganz knapp eine Medaille verpasste sie in ihrem 200-Meter-Einzelsprint auf dem Straßenkurs von
Zandvoorde. Nach dem Rennen sagte Jana, dass ihr Rennen von der Sache her optimal gelaufen war.
Aber gerade vor Beginn ihres Laufes sah sie an den stark wehenden Fahnen, dass gerade ungünstiger
Gegenwind aufgekommen war. So knapp war es auf einer EM noch nie! Der Abstand zwischen der Ersten
Nicoletta Falcone (Zeit 19,514 sek) und Jana als Vierte (Zeit 19,607 sek) betrug nicht einmal eine
Zehntel-Sekunde. Zweite wurde die Italienerin Contenti (Zeit 19,544 sek). Auch wenn es nicht für
eine Medaille gereicht hatte, konnte sich Jana trotzdem über den Gewinn der Bronzemedaille durch
die Deutsche Stephanie Dreyer (Zeit 19,589 sek) freuen. Auf Platz 5 kam Erika Zanetti mit einer
Zeit von 19,607 sek.
Zur Zeit bereitet sich Jana in ihrem Berliner Verein auf die Weltmeisterschaften, die Ende
September in China ausgetragen werden, vor.
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