30. September 2006 - Abenteuer 33. real,- Berlin-Marathon
Am Samstag, den 23.09.2006 machte sich eine Gruppe von Eltern und Nachwuchssportlern auf
zum Berlin-Marathon. Unsere Elterngruppe wurde vertreten durch Ulrike Doege, Ines und
Uwe Jost sowie Anke Petry. Bis auf Ines waren wir noch nie einen Marathon geskatet.
Alle waren gespannt wie es ausgehen würde.
Am Vormittag fand der Kids-Cup statt, bei dem vier Dessauer Starter vertreten waren.
Bei den Jahrgängen 1998-1996 gingen Stephanie Reuter, Annika Petry sowie
Bero Doege an den Start. Mädchen und Jungen starteten gemeinsam, was ein
Starterfeld von 45 Kindern ergab. Diesen Massenstart meisterten unsere Kids prima.
Stephanie stand nach zwei Runden auf der Zielgeraden des Marathons vor vielen Zuschauern
auf dem obersten Treppchen.
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Anika Petry, Stephanie Reuter und Bero Doege (v.l.) nach dem Kids-Cup.
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Annika und Bero erliefen sich trotz Sturzes an der Wendemarke
gute Plätze. Annika belegte bei den Mädchen einen 5. und Bero bei den Jungen den 4. Platz.
Beide gehörten in ihren Gruppen zu den jüngeren Jahrgängen. Somit freuen sich beide schon auf das
nächste Jahr.
Tim Gegner mußte bei den älteren Kids vier Runden laufen und auch er überquerte
die Ziellinie als Erster und gab danach ein Interview vor den vielen Zuschauern.
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Tim Gegner im Interview mit Sebastian Baumgartner (rechts).
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Anschließend folgten die spannenden Rennen über 110 Meter zwischen Jana Gegner und der Bahnradsportlerin
Dana Gölß, die mit Begeisterung verfolgt wurden. Beide Sportlerinnen sind jeweils
Deutsche Meisterin in Ihrer Disziplin. Nach maximal drei Läufen sollte die Siegerin feststehen.
Den ersten Lauf konnte Dana Gölß für sich entscheiden. Als Jana Gegner den
zweiten Lauf gewann, war die Spannung auf einem Höhepunkt.
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Dana Gölß und Jana Gegner nach dem dritten Lauf.
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Nach einem suboptimalen Startablauf im dritten Rennen wurde dieser Wettkampf zwischen zwei
Top-Athletinnen in einem zusätzlichen vierten Lauf auf den letzten Zentimetern zu
Gunsten der Radsportlerin entschieden.
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Sportliche Meisterschaft bescherte den Zuschauern Spannung bis zur Ziellinie.
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Dann kam der große Moment für die 4 Marathonis. Anke und Ulrike verabschiedeten sich von
Ihren Familien und begaben sich in den Start-/Zielbereich zum Umziehen und Warmfahren.
Die Sachen waren gerade im LKW verstaut, da klingelte Ulrikes Handy und Jostīs meldeten
sich. Kurze Zeit später hatten wir uns gefunden. Nun nahmen wir in den Startblöcken Aufstellung
und die Aufregung wuchs immer mehr. Endlich ging es los. Es war ein super Gefühl, mit so
vielen Skatern um die Siegessäule zu laufen und danach ordnete sich das Feld langsam.
Es bildeten sich kleinere Gruppen aber auch lange Schlangen von Skatern die im Windschatten fuhren.
Ulrike und ich versuchten es mit abwechselnder
Führungsarbeit, wobei sich bald die etwas bessere Kondition von Ulli auf langen Strecken
bemerkbar machte. Nach gut der Hälfte des Rennens mußte ich abreißen lassen.
Die Verpflegungsstände in der 2. Hälfte des Rennens wurden gut angenommen
und zumindest von mir auch immer schon sehnsüchtig erwartet.
Dann war das Brandenburger Tor in Sicht, wir liefen die Straße "Unter den Linden" entlang.
Rechts und links standen immer mehr Zuschauer. Es war richtiges Gänsehautfeeling.
Schnell durch das Brandenburger Tor - dahinter wieder viele, viele Zuschauer. Ich war so fasziniert
von den Mengen und etwas schaute ich auch, ob jemand Bekanntes an der Strecke steht, da kam ich ins
Straucheln, aber mit Hilfe eines netten Sportlers der gerade neben mir lief und an dem ich mich
einfach festhielt, konnte ich einen Sturz so kurz vorm Ziel vermeiden.
Die letzten Meter bis zum Ziel waren überwältigend.
Dann kam die Ziellinie und damit die "Erlösung".
Wie wird es den anderen ergangen sein, fragte ich mich?
Aber da saßen sie schon alle am Straßenrand und erwarteten mich.
Wir fielen uns in die Arme und waren glücklich und stolz auf unsere Leistung.
Alle waren wir uns einig: Dies war nicht unser letzter Marathon.
Nachdem wir unsere verschwitzten Sachen gegen frische eingetauscht hatten, machten
wir uns auf den Weg zu meiner Familie. Ich verfolgte noch die Siegerehrung und
dann machten wir uns sehr geschafft aber glücklich auf den Heimweg.
Hier die Ergebnisse unserer Elterngruppe im Einzelnen:
| Name |
Netto-Zeit |
Platz (Gesamt) |
Platz (AK) |
Startnummer |
| Jost, Ines |
01:48:37 |
750 |
215 |
X2003 |
| Doege, Ulrike |
01:52:25 |
918 |
273 |
X1736 |
| Jost, Uwe |
01:55:36 |
2990 |
1124 |
T2968 |
| Petry, Anke |
01:56:29 |
1077 |
441 |
X1952 |
Thomas Gegner war so freundlich, die Pressemitteilung zu schreiben:
Am Samstag, den 23.09.2006, also einen Tag vor dem Marathon der Läufer, trugen die Speedskater ihren
Marathon aus. Auf der Strecke waren annähernd 8000 Skater unterwegs. Der Veranstalter
informierte, dass ca. 300 000 Zuschauer die Strecke säumten. Mit dem Berlin-Marathon der
Skater fand einerseits das Finale der Weltcup-Rennserie statt. Es war fast die komplette
Weltelite der Skater am Start. Andererseits konnten auch ambitionierte Freizeitskater an
den Start gehen.
Die gerade von der WM aus Korera zurückgekehrte Dessauer Speedskaterin Jana Gegner, die als
Bronzemedaillengewinnerin als eine der Mitfavoriten gehandelt wurde, konnte sich
eindrucksvoll mit einer Top-10 Platzierung von der Saison verabschieden. Mit Platz Vier
reichte es zwar noch nicht für einen Podestplatz. Aber eine solche Platzierung hatte sie zuvor
bei einem Weltcup-Rennen noch nie erreichen können. Wie eng es trotz der langen Strecke von
42 Kilometern zuging, zeigt sich darin, dass die ersten 6 Skaterinnen alle mit einer Zeit
von 1.14.02 Std. die Zielgeraden überquerten und die Entscheidung über die Platzierungen
durch das Foto-Finish geklärt werden musste.
Wie Jana Gegner angab, war dieses Rennen alles andere als leicht. Zwischenzeitlich dachte
sie sogar ans Aufgeben, denn vier eine Stunde vor dem Rennen absolvierte Show-Sprints über 110
Metern gegen die Deutsche Bahnrad-Meisterin Dana Gölß hatten doch Einiges an Kraft gekostet.
Patrick Täubrecht hatte nach einer gerade eingenommenen, wohl etwas
unverträglichen Zwischenmahlzeit, die im vollen Lauf eingenommen wird,
eine Spitzengruppe ziehen lassen müssen. Er kam in einer Zeit von 1.02.31 Std.,
kurz hinter der Spitzengruppe mit dem Hauptfeld ins Ziel und wurde 59ter.
Wie oben schon erwähnt, konnten an diesem Marathon auch Freizeit-Skater teilnehmen. 4
Skater der TSG Dessau im Alter zwischen 33 und 43 nahmen die Strapazen des Marathons auf
sich und waren am Ende sehr stolz über ihre Ergebnisse: So wurde Ines Jost mit einer Zeit
von 1.48.37 immerhin 750 bei den Damen. Ulrike Doege wurde 918., Anke Petry 1077. Bei den
Männern ging für die TSG Dessau Uwe Jost an den Start. Er wurde in einer Zeit von 1.55.36 Std.
2990 bei den Männern. Die einhellige Meinung nach diesem Erlebnis war: Nächstes Jahr
wieder!
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