19. September 2009 - Dessauer beim Berlin-Marathon 2009
Am 19.09.2009 fand der Berlin-Marathon der Skater mit dem Finale des SCC-Kids-Cup statt.
Aus Dessauer Sicht waren Anke Petry, Annika und Franziska mit am Start:
Wir machten uns am frühen Morgen auf den Weg nach Berlin. Die Startunterlagen waren wieder auf
der dazugehörigen Messe abzuholen. Diese fand in diesem Jahr auf dem ehemaligen Flughafen
Tempelhof statt. Mir gefällt dieser Standort prima. Er war zentral gelegen, man konnte bequem mit
der U-Bahn bis zum Brandenburger Tor fahren. Auch war alles recht übersichtlich und wir fanden
schnell was wir brauchten und deckten uns auch noch mit relativ preiswertem Material für die
nächste Saison ein.
Dann ging es zum Brandenburger Tor, wo die Kids zum Kids-Cup angemeldet werden mußten.
Nachdem dies erledigt war, bereiteten sich Annika und Franziska auf ihre Rennen vor. Franzi hatte
es erwartet schwer, da sie in diesem Jahr in die mittlere Startgruppe (Jahrgänge 1999-2001)
aufgerückt war, die an diesem Tag sehr stark vertreten war. Sie konnte aus der ersten Reihe
starten und nutzte dies auch gut aus. Dann jedoch zeigte sich sehr bald der große
Altersunterschied. Franzi kämpfte tapfer auf ihren zwei Runden und wurde mit einem Top-Ten-Platz
belohnt.
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Anika Petry (Bildmitte) beim SCC-Kids-Cup.
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Nun kam Annika an die Reihe. Sie hatte sich einiges vorgenommen, da sie theoretisch noch eine
Chance auf den 3. Platz der Gesamtwertung hatte. Wir hatten vorher schon so einiges hin und her
gerechnet, da tauchten 2 Mädchen aus dem älteren Jugendjahrgang aus Großenhain auf, die wir so
nicht auf der Rechnung hatten. So gaben wir Annika die Marschrichtung: immer an den Großenhainer
Mädels dran bleiben, da diese vermutlich vorn laufen würden. Es lief zum Glück für Annika nur
eine vorn und die ließ Annika nicht davonziehen. Sie lief ein sehr kontrolliertes und kluges
Rennen, welches sie auf dem 3.Platz beendete, da die beiden Berliner Mädchen Pia-Marie und
Jessica zeitgleich auf dem 2. Platz einliefen. Welch eine Freude bei der Siegerehrung, da Annika
mit einem 4.Platz gerechnet hatte. Dann war auch klar, daß sie in der Gesamtwertung des Kids-Cup
(3 Rennen) den 3.Platz erreicht hatte. Auf diese Leistung kann sie sehr stolz sein, zumal sie nur
2 Rennen mitgelaufen ist.
Nach der Siegerehrung machte ich mich zu meinem Start auf. Da erst bemerkte ich die falsche
Startblockeinteilung auf meiner Startnummer – der letzte Startblock. Ich suchte mir einen
Startplatz weiter vorn, aber nicht soweit, wie eigentlich aufgrund der Meldung möglich gewesen
wäre. Na, das ging ja gut los.
Dann kam endlich der Startschuß. Es ging los, aber der Pulk löste sich ewig nicht auf. Es war
schwer zu skaten, noch dazu wo einige Skater recht unmotiviert ihre Bremsen nutzten, wo
eigentlich nichts zu bremsen war. Etwa bei Kilometer 4 gab es dann unmittelbar vor einer Kurve direkt
vor mir den ersten Sturz, dem ich gerade so noch ausweichen konnte. Das Feld hatte sich immer
noch nicht auseinandergezogen. Das war schon das erste Mal, daß ich mir sagte –"Hauptsache heil
ankommen!". Dann gab es immer mal wieder Stürze vor mir, es war wohl doch zu warm und einige recht
unkonzentriert und mit teilweise sehr interessanten Laufstilen.
Als ich dann bei Kilometer 10 auf die Uhr schaute und schon eine halbe Stunde seit dem Start
vergangen war, war dies auch nicht gerade motivierend. Etwas später folgten dann noch Schmerzen
im Knie, die kein schnelleres Tempo zuließen.
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Anke Petry auf der Strecke des Berliner Marathons 2009.
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Am Kilometer 20 der erste Verpflegungspunkt. Allerdings nur für Skater, die anhielten, da die
Helfer hinter den Tischen standen und so während der Fahrt keine Wasseraufnahme möglich war. Es
hatte sich also anscheinend einiges gegen mich verschworen. So nahm ich einen Schluck aus meiner
Flasche und versuchte die Schmerzen im Knie zu verdrängen und lief weiter. Die weiteren
Verpflegungsstände waren wieder besser organisiert. Aber es war dieses Jahr ein großer Kampf.
Nach 2 Stunden und 5 Minuten kam ich ins Ziel – nicht wirklich glücklich. Mein selbst gestecktes
Ziel hatte ich weit verfehlt, aber immerhin durchgehalten. Im Gegensatz zu meiner Helmkamera, die
ca. bei der Hälfte des Rennens abgeschaltet hat.
Auf ein Neues im nächsten Jahr!
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