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Deutsche und Europameisterschaft im Marathon – Zwei Rennen der Extreme

An den letzten beiden Sonntagen standen für den Dessauer Patrick Täubrecht mit der deutschen Meisterschaft im Doppelmarathon in Prezelle und der Europameisterschaft im Marathon in Porto die bisherigen Jahreshöhepunkte auf dem Wettkampfprogramm.

Beide Rennen waren zwei völlige Extreme.

Bei 13°C ging es in Prezelle in strömenden Regen auf die längste Distanz der deutschen Meisterschaften im Speedskating. Täubrecht hatte auf sich allein gestellt im ganzen Rennen auf zwei komplett angetretene Teams acht zu geben. Diese attackierten immer im Wechsel und so hielten sie den Dessauer ständig am arbeiten und zermürbten ihn langsam. Hinzu kam, dass er aufgrund seiner Sponsorenverträge nicht die derzeit einzige Rolle, die im Regen zu fahren ist, laufen durfte und mit unterlegenem Material über die Distanz kommen musste.

Prezelle: Skaten im Regen.
 Prezelle: Patrick Täubrecht in der Spitzengruppe an Position Fünf.

Im finalen Sprint wurde er dann auf Platz zwei liegend von einem Kontrahenten gefoult und zurückgezogen und kam im Ziel auf den vierten Platz. Alle Proteste waren vergebens, denn niemand hatte diese Unfähre Aktion auf Bild festgehalten gehabt und so blieb es bei der Holzmedaille.

Doch es galt die Spannung zu behalten. Am Mittwoch ging es für Ihn nach Porto/Portugal zur Europameisterschaft. Dort traf er bei hochsommerlichen Temperaturen auf die gesamte Elite Europas.

Am vergangen Sonntag wurde dann um 10Uhr und bereits 38°C im Schatten das Rennen gestartet. Die ersten Kilometer ging es stets bergauf und in schnelle Abfahrten. Die deutsche Mannschaft hatte sich dazu entschieden das Rennen so hart wir möglich zu machen und attackierten vom Start an.

Täubrecht, als Helfer eingesetzt, war hier mit dem Regensburger Bernhard Krempel sehr aktiv und so schieden schon zeitig bei vielen Nationen gute Fahrer aus, die dem Tempo nicht folgen konnten. Auf den letzten Kilometern ging Täubrecht noch einmal bei zwei harten Attacken von einem Franzosen und zwei Spaniern mit und musste dann auf dem letzten Kilometer das sprintende Feld ziehen lassen.

Er kam am Ende aber dennoch zufrieden ins Ziel hatte er doch ein gutes Rennen für seine Mannschaft abgeliefert. Sein Kapitän Nico Wieduwilt hat am Ende die Medaille mit Platz fünf nur sehr knapp verpasst.

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