Speedskating Dessau - Neuigkeiten
NEUIGKEITEN
 
VEREIN
     » Wer wir sind
     » Geschichte
     » Erfolge

TRAINING
     » Trainingszeiten
     » Trainingsorte

WETTKAMPF
     » Planung
     » Ergebnisse
     » Regelwerk

LINKS
     » Vereine
     » Teams
     » Industrie

ARCHIV
KONTAKT
IMPRESSUM
Trainingslager Werder bei Jüterbog 28.03. - 01.04.2005

Die TSG Dessau Teilnehmer des Trainingslagers Die Teilnehmer des Trainingslagers des TSG Dessau

Der Text entspricht dem der PDF-Version. Nochmals ein Dankeschön an Anke Gegner und Beate Reuter für den Bericht! Zunächst die Kurzübersicht der einzelnen Tage:

1. Tag: Ostermontag. 28.03.


Anfänger: mit Rad zur Bahn (3,8 km); Gymnastik, Spiele, Reaktionssprints, zurück zum Erlebnishof Werder
Größere: mit Rad zur Bahn, Gymnastik, mit Rad Rundkurs Jüterbog (insg. 16,8 km)

2. Tag: Dienstag. 29.03.


Vormittag:
Anfänger: mit Rad zur Bahn, Training, mit Rad zurück (ca 2 Std.)
Größere: mit Rad zur Bahn, Erwärmungsspiele, Technik auf Bahn, Parcours auf Fläche

Nachmittag:
Anfänger: mit Rad nach Neuhof, Staffelspiele, zurück (insg. ca 6 km)
Größere: Rundkurs Jüterbog auf Skates in 2 Gruppen (16,8 km), Dehnen im Objekt

3. Tag: Mittwoch. 30.03.


Vormittag:
Anfänger: mit Rad zur Bahn, Training Skates Bahn und Fläche, Hockey, mit dem Rad zurück zum Erlebnishof Werder
Größere: mit Rad zur Bahn; Schüler B: 4 X 3 Rd.; Schüler A: 4 X 6 Rd.; Jg/Ju. 4 X 5 min.; Schüler: Inline-Hockeyturnier auf Fläche

Nachmittag:
alle: mit Rad zur Bahn, Fußball, Dehnen

Einige Sportler des SC Berlin Die jungen Sportler des SC Berlin

4. Tag: Donnerstag, 31.03.


Vormittag:
Anfänger: mit Rad zur Bahn, Training Skates Bahn und Fläche, Inline-Hockey
Größere: 10 Starts, 7 Sprints Kurve, 7 Sprints Gerade, 7 Sprints bergan; auf Fläche; Starts über Stäbe mit anschl. Parcourelementen, Inline-Hockey

Nachmittag:
Anfänger: mit Rad nach Neuhof, Spiele, Reaktionssprints
Größere: (Schüler B/A) auf Skates 8 km bis Rundkurs Luckenwalde und zurück zum Erlebnishof Werder
(Schüler A/Ju.) auf Skates bis Luckenwalde und Rundkurs Luckenwalde (27 km)

5. Tag: Freitag, 01.04.


Anfänger: mit Rad zur Bahn, Training Skates auf Bahn und Fläche
Größere: 2 X Dreier-Staffel mit je 6 bzw. 8 Wechseln, Starts über Stäbe mit anschließenden Parcourelementen, Inline-Hockey, Dehnen

Die Gang des Ferckelbuchtzimmers Bero (7 Jahre) fotografiert ...
Das Trainingslager 2005 - Die ganze Geschichte

Ostermontag - Anreisetag: Bis 14.00 Uhr sollten alle Eltern mit ihren Kindern auf dem "Erlebnishof Werder" individuell anreisen. Herr Koch war so freundlich und fuhr einen vom Autohaus Heise kostenlos zur Verfügung (nach Vorarbeit unseres Finanzers Uwe Spieß) gestellten Transporter die Fahrrädern zum Erlebnishof. Die Ankunft war mit den üblichen Problemchen einiger Eltern verbunden. Entweder hatte man noch geschlafen oder fuhr versehentlich nach Werder bei Potsdam. Davon ließen wir uns vom Betreuer-Team jedoch nicht abschrecken. Die Zimmer wurden bezogen, dabei gab es keine Probleme und nach kurzer Belehrung ging es dann mit etwas Verspätung los zum ersten Training. Wir teilten die Skater in zwei Gruppen; Ziel war die Skate- Arena Jüterbog (3,6 km entfernt). Die Kleineren fuhren voraus; die Größeren 10 Minuten später. Familie Spieß hatte gleich auf der ersten Tour ihren ersten Stress. Laureen nahm ohne eigenes Verschulden zwei Fußgänger mit. Doch ohne Verletzungen kam auch sie an der Bahn an.

Die Kleineren verblieben mit Heike und Beate an der Bahn und führten dort "Osterspiele" mit Eierlaufen usw. durch. Die Eier überlebten jedoch nicht einmal einen Lauf. Die Größeren wurden wiederum in zwei Leistungsgruppen eingeteilt und fuhren mit ihren Rädern einen Rundkurs von insgesamt 16 km. Dabei übernahm Thomas die Älteren; Anke und Uwe begleiteten den Rest. Erstaunlich war für uns, wie "funktionstüchtig" die Fahrräder so waren. Ein Großteil der Sättel war zu tief gestellt, einige Gangschaltungen funktionierten nicht, einige Räder hatten "Achten". Nach ca. 50 - 60 Minuten kamen alle ans Ziel; auch Laureen, die noch nie solch eine große Strecke gefahren war. Bei unserer Ankunft wurden wir von Familie Streuber empfangen, die nun auch den Weg gefunden hatten. Dazu muss bemerkt werden, dass Marcus erst eine Woche zuvor Radfahren gelernt hatte und deshalb ein eigenes Fahrrad und für den Notfall ein Fahrrad mit Kindersitz von Mutti mitgegeben bekam. Für die Anfänger war dann Schluss.

Da wir aber unsere Erfahrungen mit dem Anreisetag hatten, ging es im Anschluss für die Fortgeschritteneren noch einmal ca. 40 Minuten auf die Skates den Flaming-Skate- Belag auszuprobieren. Zum Abendbrot gab es Nudeln mit Tomatensoße; immer eine sichere Bank. Wir saßen alle zusammen an einem langen Holztisch. Nach dem Abendbrot war nach einer Objektbegehung mit Ostereiersuchen Freizeit angesagt. Hier wurde von Groß und Klein das auf dem Erlebnishof befindliche Streichelgehege in Beschlag genommen. Dort verbrachten die Meisten auch in den nächsten Tagen ihre Freizeit. Je nach Alter gestaffelt ging es dann zur Nachtruhe. Mit der Einhaltung der Nachtruhe gab es in diesem Jahr am ersten Tag keine Probleme. Alle waren todmüde. So hatten auch die Betreuer Zeit, in Ruhe den folgenden Tag zu planen und sich zu erholen. Ganz nebenbei wurde nachträglich noch auf Beates Geburtstag angestoßen.

Speedstadion Jüterbog (Foto: Bero Doege)

2. Tag - Dienstag: Um 07.00 Uhr war Wecken; um 07.30 Uhr Frühstück. Für die Anfänger sollte es 08.30 Uhr mit dem Rad zur Bahn gehen. Aber da alle so aufgeregt waren, standen auch die Größeren schon mit ihren Fahrrädern bereit. Die Anfängergruppe durfte schon zum Tor vorfahren. Jetzt stellten wir fest, dass Marcus fehlte. Anke fuhr darauf zurück und sah, dass der Marcus mit seinem Rad mitten in der Gruppe der Großen stand und nicht durchkam. Auf Ankes Frage antwortete er: "Die Gro-ßen ha-ben mich nicht durch-ge-las-sen." Geradeaus ging es schon recht gut; den Berg hinunter wurde er am Kragen sicherheitshalber etwas festgehalten. Als die Größeren mit Heike überholten, sagte Heike: "Ich übernehme Marcus und Du fährst mit den Größeren weiter und beginnst schon mit dem Training". Aber Marcus und Heike trafen pünktlich an der Bahn ein.

An der Bahn wurden unsere und die Berliner Sportler in drei Gruppen (Anfänger, Schüler, Jugend/Junioren) eingeteilt. Diese Gruppen hatten bis zum letzten Tag in der Zusammensetzung Bestand. Um die Anfänger kümmerte sich hauptsächlich Anke mit Unterstützung von Beate. Um die "Schüler" kümmerten sich Katrin Unterdörfel und Thomas. Die Größeren wurden von Frau Unterdörfel trainiert. Heike managte am Bahnrand die kleineren Problemchen, die so beim Training auftraten; Uwe hatte als technischer Leiter, Videoverantwortlicher und mit dem täglichen Transport der Skaterrucksäcke genug zu tun.

Auf das Vorrnittagstraining soll an dieser Stelle nicht konkret eingegangen werden. Nur so viel: am Dienstag war Techmktraining, am Mittwoch Ausdauer, am Donnerstag Sprint und am Freitag Staffeltraining angesagt. Insbesondere für die Jüngeren und Anfänger wurde der Hockeyplatz für technische Übungen und Spiele (insbesondere Rollhockey) genutzt. Nach dem Training ließen wir uns immer ausgiebig Zeit, mit den Sportlern Dehnungsübungen durchzuführen.

Auf dem Rückweg hatte Lisa mit ihrem Fahrrad eine Panne. So musste Uwe zusätzlich noch Lisa und ihr Fahrrad transportieren und im Anschluss reparieren. Es war überhaupt der Tag der Fahrradreparaturen; die Männer hatten in der Mittagspause voll zu tun. Eine heruntergesprungene Kette hier, ein Platten da und bei etlichen Sportlern mussten die Sättel höher gestellt werden, da sie über den Winter deutlich gewachsen waren. Das betraf übrigens auch die Sättel der "Betreuerkinder" Jens, Tim und Steffi.

Die Frauen fuhren unterdessen in eine Kaufhalle, um Vesper und fehlende Getranke einzukaufen. Nach dem Vesper sollte es in den verschiedenen Gruppen zum Training auf Skates gehen, wobei die Anfänger mit ihren Fahrrädern 10 Minuten später losfahren sollten. Es gab noch eine kleinere Verzögerung, weil Fabrice und Fabian nach überstandener Krankheit begrüßt und in ihre Gruppe integriert werden mussten. Die Fortgeschritteneren hatten gleich an diesem Tag ein Highlight, indem sie auf Skates zwei mal den am Erlebnishof befindlichen Berg in voller Geschwindigkeit hinunterfuhren. Vorbeikommenden Passanten wurde Angst und Bange. Was Tags zuvor mit dem Rad gefahren wurde, sollte an diesem Tag auf Skates erfolgen. Also 16,8 km; für die Meisten eine große Herausforderung. Thomas begleitete die Größeren und Tim. Anke auf Skates und Uwe mit dem Fahrrad begleiteten alle anderen. Dabei hatte Uwe einen vollen Rucksack mit Sanitasche, Werkzeug, Videokamera und vielen, vielen Trinkflaschen zu tragen. Und das war auch gut so, denn nach den ersten Kilometern hatte unser technischer Leiter eine Fahrradpanne. Die Zeit der Reparatur wurde gleich für eine Trinkpause genutzt.

Die Sportler steckten diese Herausforderung gut weg. Etwas Stress hatte nur Uwe, der mit seinem Fahrrad mal vorfuhr und sich dann wieder nach hinten fallen ließ, dann wieder nach vorne fahren musste, um effektvolle Videoaufzeichnungen machen zu können. Zusätzliche Halts gab es, weil Thomas immer mal Fotos schießen musste. Als lustige Begebenheit sei hier angemerkt, dass Uwe auf den letzten Kilometern, als die Kräfte der etwas jüngeren Skater etwas schwanden, Lottis Schuh nach einer Ameise kontrollieren musste. Er kippte den Schuh aus; Gott sei Dank befand sich keine Ameise im Schuh.

Die Kleineren fuhren mit Beate und Heike mit den Rädern ca 3 km nach Neuhof Marcus hatte sich eine Pause verdient und wurde auf dem Sozius von Heike mitgenommen. Unsere Betreuer ließen sich hier eine Menge Ballstaffelspiele einfallen; danach ging es die 3 km in ruhigem Tempo wieder zurück. Eine recht lustige Begebenheit sei hier noch erwähnt: Marcus wollte zum Abendbrot nur ein trockenes Brötchen essen. Nach einem kurzen Gespräch mit Anke ließ er sich überzeugen, das Brötchen mit Butter und Käse und danach noch viele, viele Apfelstücke zu essen. übrigens gab es an diesem Abend ein regelrechtes Apfelwettessen, weil Anke "Hunderte" von Äpfeln aufschnitt. Zur Freizeitgestaltung an diesem wie auch an anderen Abenden sei erwähnt, dass Bero und Robert später einmal sicherlich Piloten oder Flugzeugkonstrukteure werden; sie bauten unablässig Papierflugzeuge. Beliebte Beschäftigungen waren aber auch, Sandburgen zu bauen oder Bierdeckel aus dem Teich zu angeln.

Natürlich war wie an jeden Abend in unserem Konferenzraum "Bastelstunde" angesagt. Hier ließ sich Heike wieder eine Menge einfallen, wovon sich die Eltern ja bereits überzeugen konnten.Eine lustige Begebenheit beim Zubettbringen sei hier erwähnt: Fabrice und Fabian mussten immer noch Nasentropfen einnehmen. Fabrice wollte dies im Stehen und Fabian im Liegen tun. Einmal ist Fabian die Ladung dann in den Hals gelaufen, worauf er äußerte: "Die Nasentropfen schmecken nach Boulette."

Die Zimmer im Erlebnishof Werder (Foto: Bero Doege)

3. Tag - Mittwoch: Nach dem Frühstück ging es für die Sportler mit dem Rad zur Bahn zum gemeinsamen Training. Lustige Begebenheit unseres Marcus beim Rollhockey. Er schrie: "Frau Gegner, die sind alle gemein zu mir, die stoßen mich einfach zur Seite." Frau Gegner gab ihm darauf zu verstehen, dass es mitunter auch mal etwas härter beim Hockey zugehen kann, worauf Marcus dann eine Position als Verteidiger einnahm und das Spiel sogar gewann. Voller Stolz warf er seinen Schläger in die Luft.

Beim Training gab es noch einige Aufregung mit Lotti, die beim Training stürzte und sich im Brustbereich wehtat. Sie hatte einen Schlüssel um ihren Hals, auf welchen sie fiel. Es folgte eine Erste-Hilfe-Leistung durch Beate und Frau Powik (Betreuerin Berlin; sie ist Krankenschwester in einer chirug. Klinik Berlins). Sie meinte, dass die Sache beobachtet und notfalls ein Arzt aufgesucht werden müsse. Mit dem Auto wurde Lotti von Uwe zur Unterkunft gebracht, von Tims Oma und Anke ins Bett gelegt und umsorgt, weil sie noch über Schmerzen klagte. Zum Mittag wollte sie jedoch wieder aufstehen und sagte zu uns, dass wieder alles o.k. sei. Ein Arztbesuch sei nicht mehr nötig. Gott sei Dank!

Zum Mittag gab es Hefeklöße mit Kirschen. Hier gab es ein Wettessen, welches Tobias wohl mit sieben Klößen vor Philipp mit sechs Klößen gewann. In der Mittagspause hieß es wieder, kleinere Fahrradreparaturen vorzunehmen; es war etwas Zeit, einen Cappuchino oder Kaffee zu trinken. Zur Freude aller trafen am Mittwoch Jana und Patrick nach ihrem Trainingslager in Italien ein. Nach dem harten Vormittagstraining war an diesem Nachmittag zur Lockerung ein allgemeines Fußballspiel angesagt. Nach dem Vesper ging es mit den Rädern zur Bahn, in deren Nähe sich ein geeigneter Platz befand. Um Marcus zu schonen und weil es zunehmend windiger wurde, fuhr Marcus mit bei Heike auf dem Sozius. Dies passierte so auch noch öfter, worauf Heike äußerte: "Da hab ich ja bald Oberschenkel wie ein Sumoringer."

An der Bahn wurden die Sportler in drei Gruppen eingeteilt und drei Fußballfelder abgesteckt. Als Schiedsrichter wurden Thomas bei den Großen, Beate bei den Mittleren und Anke bei den Kleineren eingeteilt. Hier sei nochmals unser Kleinster, der Marcus erwähnt, der sich beschwerte, dass man ihn immer wegdrängeln und den Ball wegnehmen würde. Als er die Nase voll hatte, wurde ihm eine Pause gestattet und er suchte lieber Käfer. Robert war Anke übrigens eine große Hilfe, weil er eine gute Regelkenntnis hatte. Er wurde als Co- Schiedsrichter eingesetzt.

An diesem Tag zeigten sich bei einigen Sportlern die ersten Verschleißerscheinungen. Aber es gab Hilfe: Die Berliner Betreuerin und zur Hilfsärztin ernannte Frau Powik verschrieb diesen Sportlern eine Salbe. Zwischenzeitlich wurde aus der Apotheke eine "Vereinssalbe" geholt. Heike ging dann am Abend von Zimmer zu Zimmer. Dabei hieß es: "Zeigt her eure Füßchen". Josi, Jens, Ines, Tim, Philipp nahmen das dankbar an und ließen sich etwas "Zaubersalbe" auftragen. Die half! Bero erzählte uns so manch tolle Sachen. So äußerte er einmal, dass er mit den Skates seines Vaters die Treppe hinunter gefahren war, dabei stürzte und sich eine Sehne in der Hüfte brach. Weiter äußerte er, dass das Trainingslager schön sei. Am schönsten sei das Skaten und er könne bereits besser übersetzen als Papa.

Speedstadion Jüterbog (Foto: Bero Doege)

4. Tag - Donnerstag: Nach dem Frühstück ging es wie immer mit den Rädern zur Bahn. Jens, Josi und Ines mussten an den Füßen getapet werden, um das weitere Training mitmachen zu können. An diesem Tag war auffällig, dass alle sehr engagiert und intensiv trainierten.

Hier wieder einige Begebenheiten von unseren Kleineren: Bero meinte nach intensivem Parcourtraining: "Mein Vater hätte auch mitmachen müssen; jetzt bin ich besser als mein Vati." Die Anfänger spielten zum Abschluss Rollhockey. Maxi lag mit ihrer Mannschaft zum zweiten mal hinten, obwohl sie stark spielte. Ihr kullerten vor Kummer einige Tränen herunter. Nun griff Anke in das Geschehen ein und spielte in Maxis Mannschaft gegen die Mannschaft von Stefan D. Zwar beendete sie das Spiel mit blitzeblauen Fingern, konnte jedoch noch ein Tor fur Maxis Mannschaft erzielen, so dass am Ende auch die Verlierer einigermaßen glücklich waren.

Die Mittagspause verlief sehr ruhig. Die Kleineren schliefen fast alle. Auch waren keine Reparaturen an den Rädern vorzunehmen, so dass wir Betreuer in Ruhe unseren Cappuchino in der Mittagssonne genießen konnten. Am Nachmittag teilten wir die Gruppen wie üblich in drei Leistungsgruppen ein. Die Kleineren fuhren mit ihren Rädern zusammen mit Beate und Heike nach Neuhof und machten dort einige Spiele und Reaktionssprints. Alle anderen fuhren an unseren "Hausberg", um dort Bergansprints auf Skates zu machen. Alle waren dabei sehr motiviert.

Im Anschluss ging es in den jeweiligen Gruppen auf dem Flämingskate in Richtung Luckenwalde. Thomas skatete mit seiner Gruppe vor. Anke und Uwe, dieser skatete ebenfalls, fuhren mit den etwas Jüngeren in der zweiten Gruppe. Weil wir nicht wussten, wie fit Uwe nach der Winterpause ist, vereinbarten wir, dass er das Tempo angibt und die Führung der Gruppe übernimmt. Anke machte bei dieser Tour das Schlusslicht, wobei sie einen vollen Rucksack mit Trinkflaschen mitführte. Für einige Skater war das Tempo natürlich etwas zu langsam, aber sie skateten diszipliniert hinter Uwe hinterher. In Neuhof traf Ankes Gruppe noch einmal auf Thomas Gruppe. Er übergab hier Lisa und Philipp, um möglichen Rückenbeschwerden vorzubeugen. Es gab eine erste Trinkpause.

Obwohl Uwe gut drauf war, konnte er das Tempo dann doch nicht mehr an der Spitze mithalten. Insbesondere Philipp und Lisa drückten auf Tempo. Es gab nach einigen Kilometern eine kleine Trinkpause, da Lisa G. fast eine Rolle verlor. Mit der Reparatur gerade fertig, rannten Lisa B., Philipp, Steffi, Lotti und Lisa G. weiter; der Rest hinterher. Plötzlich verlor Sebastian auf gerader Strecke das Gleichgewicht und überschlug sich auf dem Acker; es passierte ihm aber nichts. Dadurch wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe noch an. Jetzt bekamen wir langsam ein Problem, da die Ersten ja nicht wussten, wie weit sie laufen mussten und auch Uwe ihnen nichts mehr sagen konnte, da er die Spitzengruppe ziehen lassen musste. Anke konnte mit Sebastian, Sandra und Laura wenigstens Uwe einholen. Nun musste Sandra ihre letzten Reserven abrufen, um hinter der Spitzengruppe hinterherzulaufen, um sie zu stoppen.

Für die Rücktour stellten wir nun Regeln auf, damit alle zusammen das Ziel erreichen. Ein Pfiff bedeutete Führungswechsel; zwei Pfiffe bedeuteten Stopp. Das klappte dann wunderbar, so dass alle zusammen nach insgesamt 18 Kilometern in den Beinen im Erlebnishof ankamen. Ein großes Bienchen an Uwe, der über sich selbst überrascht war, solch eine lange Strecke durchzuhalten. Anke führte dann zusammen mit den ebenfalls eingetroffenen Anfängern die Dehnung durch. Dabei zeigte sich bei Anke kurzzeitig ein durch das Tragen des Rucksacks verursachtes leichtes Ziehen, worauf Steffi R. darum bat, einspringen zu können. Steffi leitete im Beisein von der zufällig anwesenden Frau Unterdörfel die Dehnung, was für die anwesenden Betreuer sehr erstaunlich war.

Thomas Gruppe skatete ca. 10 Kilometer bis zum Kletterpark Luckenwalde. Da man so gut drauf war, wurde abgestimmt hier, ob zusätzlich zur geplanten Strecke noch der Kurs um Luckenwalde absolviert werden sollte. Die Gruppe stimmte dafür. Unterwegs wurde an einem Skaterimbiss ein Eis gegessen. Am Ende hatten die Skater dieser Gruppe 28 Kilometer in den Beinen. Etwa die letzten vier Kilometer durften André, Jens, Simona, Steffi K. und Tim ihr eigenes Tempo bis zur Unterkunft laufen. Thomas kam mit Ines und Josi wenig später an. Jens fiel nach seiner Ankunft sofort ins Bett und sagte, dass er heute nicht mehr aufstehen würde. Aber wenige Minuten später erschien auch er zum Dehnen. Der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillen aus.

5. Tag - Freitag: Hier wurden wir von dem kleineren Mädchenzimmer überrascht. Sie saßen bereits vor dem Frühstück auf gepackten Koffern. Beim Abschlusstraining kam es noch zu zwei Zwischenfällen, die sich glücklicherweise im Nachhinein als harmlos darstellten. Philipp hatte einen lockeren Zahn und er meinte, dass er ihn wohl beim Training behindern würde. Es wäre besser, wenn er noch raus käme. Kein Problem, wir hatten ja Frau Powik dabei, die ihm kurzerhand den Zahn zog.

Lisa B. bekam beim Rollhockey buchstäblich in der letzten Minute einen Schlag mit einem Schläger auf einen Finger. Es bestand der Verdacht, dass er angebrochen war. Wieder kein Problem, sie erhielt von unserer "Ärtztin" einen Verband, der schon etwas half. Glücklicherweise kamen auch gleich die Eltern mit dem Fahrradtransporter und spendeten Trost. Bereits beim abschließenden Fotoshooting musste der Verband ab; zu Hause zeigte Lisa ihren wieder beweglichen Finger.

Nach dem Mittag wurden die Fahrräder in den bereitstehenden Transporter eingeladen. Hier hatten Lisas Papa und Uwe Schwerstarbeit zu leisten.

In der Zwischenzeit fand im Konferenzraurn die Auswertung des Trainingslagers statt. Allen Skatern und Betreuern wurde eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Trainingslager zusammen mit ein einigen individuellen, passenden Worten überreicht. Nun trafen auch schon die ersten Eltern zum Abholen ihrer Kids ein. Es hieß noch einmal Abschied zu nehmen, von den Hasen und anderen Tieren.

Schlussbemerkungen: Insgesamt kann durch das Betreuerteam eingeschätzt werden, dass das Trainingslager voll gelungen war. Alle verhielten sich diszipliniert, die Nachtruhe wurde eingehalten, es gab keine ernsten Verletzungen, es traten keine Krankheiten auf, das Wetter war sehr gut, die Unterkunft ideal.

Alle hatten trotz des harten Trainings ihren Spaß. An dieser Stelle soll doch noch einmal auf einige Dinge eingegangen werden: Sandra und Steffi D. hatten immer einen guten Blick dafür, wenn bei den Kleineren beim Radfahren oder beim Skaten am Nachmittag etwas Hilfe benötigt wurde. Steffi K. kümmerte sich rührend um die kleine Maxi. Überhaupt kümmerten sich die Großen um die Kleinen. So lasen einige von ihnen den Kleineren eine Gutenacht-Geschichte vor.

Einer unserer größeren Skater (es wird kein Name genannt) wurde von einem Pferd gebissen. Die davon getragene Verletzung stellte sich zum Glück als harmlos dar. Pferd und Skater hatten alle erforderlichen Impfungen.

Zurück zur Archiv-Übersicht des Ersten Halbjahrs 2005 ...