Geschichte des Speedskatings in Dessau
Speedskating, früher unter dem Namen Rollschnelllauf bekannt, hat eine
lange Tradition in Dessau. Vor über 20 Jahren spielte eine Gruppe von
Kindern öfters mit ihren Rollschuhen auf einem Hinterhof. Die Eltern
der Kinder waren der Meinung, dass ihre Kinder jemanden bräuchten, der
ihnen das Rollschuhlaufen beibringt und wandten sich an die Stadt
Dessau. Doch dort fand man zunächst kein Gehör für die Bitte der
Eltern. Erst als sich eine engagierte junge Kindergärtnerin dazu
bereiterklärte, sich mit den Kindern zu beschäftigen und ihnen das
Rollschuhlaufen beizubringen, bildete sich in Dessau eine Gruppe, die
regelmäßig das Rollschuhlaufen übte und dann 1980 die Sparte
Rollschnelllauf bei der TSG Aufbau Union Dessau, unter der Leitung von
Karlheinz und Renate Kaufels, eröffnete.
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Das Maskottchen der Dessauer Nachwuchsskater ist eine Biene.
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Nach nur wenigen Jahren standen auch schon die ersten frühen Erfolge
Dessauer Rollschnellläufer zu Buche. Dessauer Läufer erzielten zum
Beispiel etliche Goldmedallien bei DDR-Spartakiaden, sowie bei DDR-
Meisterschaften. Die Erfolge reißen bis heute nicht ab! 1992 erfolgten
dann die ersten Schritte vom Rollschnelllauf zum Speedskating. Der
klassische Rollschuh wurde von den schnelleren Inlineskates abgelöst.
Die Wende im Rollsport war schnell vollzogen. Ab 1994/95 sah man so
gut wie niemanden mehr mit klassischen Rollschuhen an den Start gehen.
Natürlich wurde dieser Trend auch in Dessau schnell erkannt und der
Umstieg auf die Speedskates durchgeführt. 1997 wurden dann mit dem Bau
einer der schnellsten Bahnen Deutschlands (unglaubliche 28 Deutsche
Kleinbahnrekorde wurden 1999 bei den Deutschen Meisterschaften
aufgestellt) sehr gute Trainings- und Wettkampfbedingungen geschaffen.
Dies wurde auch vom DRIV e.V., dem Spitzenverband der Speedskater,
erkannt und honoriert. Dieser vergab zunächst die Norddeutschen
Meisterschaften 1998 und im Jahr darauf auch die Deutschen
Meisterschaften an Dessau. Bei beiden Wettkämpfen, wurden die hohen
Erwartungen an die Dessauer Organisatoren voll erfüllt und alle
gratulierten Dessau zu diesen tollen Wettkämpfen.
Nach dem tragischen Tot von Renate Kaufels, die den Verein jahrelang
leitete und als die Mutter des Speedskatings in Dessau gilt,
übernahmen Herr Peter Hoffmann, Ingo Waischat, sowie Anke und Thomas
Gegner die Aufgaben in der Sparte Speedskating. Herr Hoffmann musste
sich berufsbedingt im Jahr 2000 aus dem Verein zurückziehen. Ihm
folgte in diesem Jahr Herr Waitschat, der ebenfalls aus beruflichen
und privaten Gründen, nicht mehr die Zeit fand, die Sparte zu leiten.
Er übergab sein Amt im Oktober 2001 offiziell an Thomas Gegner. Er und
seine Frau leiteten auch schon in der Zeit vor dem offiziellen Wechsel
das Training und die Sparte. Sie sind die Eltern der bisher
erfolgreichsten Dessauerin im Speedskating.
Eltern spielten und spielen auch heute noch eine sehr wichtige Rolle
im Verein. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens,
unterstützen den Verein bei Wettkämpfen, der Organisation von Festen
und sind zugleich als begeisterte Zuschauer immer mit dabei. Durch den
Bau der Anlage hatten sich, wie schon erwähnt, die
Trainingsbedingungen und somit auch das Training nach langer Zeit
verändert und verbessert. In den ersten Jahren trainierte man einmal
die Woche. Heute muss man, um mit der Spitze mithalten zu können,
mindestens 4 mal 2 Stunden in der Woche trainieren und das reicht
meistens noch nicht einmal! Die Top-Skater Dessaus trainieren ca. 14
Stunden die Woche und am Wochenende sind sie auf Wettkämpfen in ganz
Deutschland und Europa unterwegs.
Eine sehr gute Nachwuchsarbeit auf hohem Niveau, ist der Grund dafür
dass immer wieder große Erfolge zu verzeichnen waren und sind. Die
Speedskater Dessaus sammelten mehr als ein Dutzend Goldmedallien bei
Deutschen Meisterschaften. Etliche Norddeutsche Meistertitel, sowie
eine unzählige Masse an Sachsen-Anhalt Meistertiteln gingen an die
Läufer aus der Muldestadt. Auch einige deutsche Rekorde sind im Besitz
Dessauer Skater. Die größten Erfolge Dessaus erzielten die Läuferinnen
Severin Stötzer, mit 2 Silber- sowie einer Bronzemedallie bei Junioren
Europameisterschaften und dem Titel "Dessaus Nachwuchssportlerin des
Jahres 1996" und Katrin Ribbecke mit sehr guten Platzierungen bei
Junioren Europameisterschaften. Doch es kam noch besser.
Den größten Erfolg für Dessaus Speedskategeschichte erzielte Jana
Gegner. Sie wurde im Jahr 2000 Junioren
Europameisterin über 300m und holte zusätzlich noch einmal Silber und
einmal Bronze. Sie war 2000 die erfolgreichste Juniorin Deutschlands.
Auch in den folgenden Jahren schaffte Sie die Qualifikation für die JEM und
holte Silber über 300m. Dadurch qualifizierte sie sich
erstmals für eine Junioren WM, wo sie nur um Sekundenbruchteile eine
Bronzemedallie verpasste und mit einem tollen 4. Platz nach Hause kam.
Ebenfalls als großen Erfolg für die TSG Dessau, ist die Aufnahme von
Severin Stötzer, Jana Gegner und Patrick Täubrecht in profisionelle
Firmenteams zu sehen. Alle drei starten gemeinsam für das "POWERSLIDE
Racing Team".
In den letzten Jahren war durch die engagierte Arbeit im Verein, ein
deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen und die Mitgliederzahlen sind
stark angewachsen. Gerade im Bereich der Schüler bzw. Jugendläufer tut
sich einiges in Dessau. Dies wird mit Sicherheit dank der neuen
Abteilungsleitung und den guten Trainern auch im nächsten Jahr so
sein! Und so werden auch künftig die Erfolge nicht ausbleiben!
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